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Bitkom Umfrage zur Weiterbildungsstudie
jedes Jahr beleuchtet die Bitkom Akademie in ihrer Weiterbildungsstudie aktuelle Entwicklungen der beruflichen Weiterbildung. In diesem Jahr liegt der Fokus auf Zukunftskompetenzen. Ziel der Befragung ist es, ein aktuelles Bild zu den Themen Lernen und Weiterbildung im Kontext digitaler Entwicklungen zu gewinnen. Ihre Erfahrung und Meinung sind dabei besonders wertvoll und tragen dazu bei, ein realistisches und aussagekräftiges Gesamtbild zu erhalten.
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Ifo-Institut

Deutschland bleibt bei Weiterbildung unter EU‑Niveau

München, Februar 2026 - Laut einer Studie des Ifo-Instituts gaben 9,4 Prozent aller Personen in Deutschland zwischen 25 und 64 Jahren im Jahr 2024 an, in den letzten vier Wochen an Weiterbildungen teilgenommen zu haben. Im EU-Durchschnitt sind es 13,5 Prozent. Kulturelle Eigenschaften, insbesondere Geduld, beeinflussen, wie stark Erwachsene in Weiterbildung investieren.

Lediglich in Rumänien, Kroatien, Bulgarien und Griechenland nahm die Bevölkerung durchschnittlich seltener an Weiterbildungen teil. Am höchsten ist das Interesse an Weiterbildung in Schweden, Dänemark und Finnland. "Lebenslanges Lernen ist entscheidend für wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit. Dabei beeinflussen teils kulturelle Eigenschaften, insbesondere Geduld, wie stark Erwachsene in Weiterbildung investieren", sagt ifo-Forscherin Jasmin Vietz. 

Eine neue Studie des ifo Instituts zeigt dabei, dass geduldigere Personen häufiger an Weiterbildungen teilnehmen. Hierzu kombiniert die Studie das Geduldsmaß der Global Preferences Survey von Einwanderern aus verschiedenen Herkunftsländern mit Daten des deutschen Mikrozensus. Geduld beschreibt in diesem Zusammenhang die Bereitschaft, auf unmittelbaren Nutzen zu verzichten, um in Zukunft stärker zu profitieren.
"Menschen aus Herkunftsländern mit einem höheren Geduldsmaß sind eher bereit, langfristig zu investieren, auch wenn damit kurzfristige Kosten verbunden sind", sagt Vietz. "Mehr Geduld erhöht die Bereitschaft, an Weiterbildungen teilzunehmen, deutlich. Dieser Effekt bleibt auch in der zweiten Einwanderergeneration sichtbar, wenn auch etwas schwächer."

Ifo-Institut