Ob Key Player oder Mittelstand, ob disruptives Startup oder Bildungsinitiative: Vom 5. bis zum 7. Mai 2026 präsentieren Unternehmen aus aller Welt ihre Lösungen rund um digitale Bildung, begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit viel Raum für Austausch.
Elephant Plattform für mobile Anwendungen
Dabei kann der Autor der mobilen Applikation sich auf die Inhalte konzentrieren, denn Elephant verarbeitet Texte, Audio und Video und kann für verschiedene Gerätetypen und Verbindungen unterschiedliche Informationen definieren. Gleichzeitig greifen die Wissenschaftler auf aktuelle Web 2.0 Technologien zurück, um, zunächst durch das Taggen und Bewertender Templates, ein interaktives Zusammenarbeiten zu ermöglichen.
Inzwischen ist die Verbreitung des Mobiltelefons so hoch, dasspraktisch jeder und jede eines zur Verfügung hat. Damit eignetes sich hervorragend dazu, Informationen zu vermitteln. Jedochmüssen Applikationen für mobile Geräte heute noch von ausgewiesenen Experten programmiert werden, und zwar für jedenEndgerätetyp separat. Das macht die Entwicklung mobiler Applikationen aufwändig und teuer.
Die Wissenschaftler der Fraunhofer ESK wollen dem Abhilfeschaffen und haben deswegen die Elephant Plattform entwickelt.Elephant basiert auf Web-Technologien mit denen man sehr einfach bestehende Informationen zu einer Anwendung fürmobile Geräte zusammenstellen kann. Der Elephant-Entwicklermuss nur noch seine Inhalte kennen und wissen, wie sie vermittelt werden sollen. Die Elemente werden dann per Drag & Drop angeordnet.
Mehrfachverknüpfungen und Ablaufvorlagen geben der eigenen Anwendung die Struktur. Per Mausklick wird ein Paket generiert, das die Inhalte für verschiedene mobile Geräteaufbereitet. Eine Applikation der Fraunhofer ESK muss auf demmobilen Gerät einmalig installiert werden und kann alleElephant-Applikationen interpretieren.
Bei der Erstellung von mobilen Programmen kann der Elephant-Entwickler sehr gut auf die Situation des Nutzers eingehen. Werden Informationen auf einem Handy verbreitet, ist die Situation, in der der Nutzer diese entgegennimmt, schwer berechenbar. Sitzt er zum Beispiel an der Bushaltestelle, kann er einen Text lesen, läuft er durch einen Park, benötigt er die Informationen als Audio-Datei. Der Entwickler kann für diese unterschiedlichen Situationen alternative Templates und Inhalte anbieten, die Elephant-Applikation wählt dann das der Situation entsprechende aus.
Dazu ziehen die Wissenschaftler sogenannte "Presence"-Informationen heran. Diese können vom Benutzer eingestelltoder vom System selbst erkannt werden. Das Ergebnis ist, dassdie Information der Situation entsprechend angeboten wird.Für die Inhalte - Elephant verarbeitet die Formate Text und XMLsowie diverse Bild-, Audio- und Video-Dateien - haben die Ingenieure Templates vorgefertigt. Durch deren Auswahl bestimmtder Autor, wie seine Applikation später aussehen wird.
Die Templates können selbst weiterentwickelt und im Sinne des Web 2.0 anderen Benutzern zur Verfügung gestellt werden. Alsnächsten Schritt bauen die Wissenschaftler Reputationsmechnismen ein, mit denen die Templates bewertet werden können.