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| Die 'neue Mitte' | PRINT | | TU Darmstadt plant neues Hörsaal- und Medienzentrum |
Darmstadt, März 2010 - Das neue Hörsaal- und Medienzentrum der Technischen Universität Darmstadt auf dem Campus Lichtwiese wird nach den Plänen des Architekten und Alumnus der TH Darmstadt Ferdinand Heide aus Frankfurt gebaut. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2011 beginnen und voraussichtlich bereits im Oktober 2012 abgeschlossen sein.
Ferdinand Heide ging aus der Überarbeitungsphase von zwei im Dezember 2009 gekürten gleichrangigen ersten Preisen als Sieger hervor und setzte sich damit gegen insgesamt 117 Konkurrenten durch, die sich an dem Architekturwettbewerb der TU Darmstadt für das neue Hörsaal- und Medienzentrum beteiligt hatten. Ihre Aufgabe: Eine "neue Mitte", einen von allen Fachbereichen und Einrichtungen genutzten Ort der Begegnung und des universitären Lebens auf dem Campus Lichtwiese zu entwerfen.
"Wir wollen mit dem Hörsaal- und Medienzentrum nicht nur hochmoderne Wissensarbeitsplätze, sondern einen Identifikationspunkt für Lehrende und Studierende des Campus Lichtwiese schaffen. Das gelingt dem Siegerentwurf sehr überzeugend", sagte TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel. "Das neue Hörsaal- und Medienzentrum wird die Studienbedingungen sowie die Attraktivität der TU Darmstadt am Standort Lichtwiese nochmals deutlich verbessern. Die über 31 Millionen Euro, die das Land im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms bereitstellt, sind hier gut angelegt", so Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst.
Ferdinand Heide hat das Hörsaal- und Medienzentrum als kompakten Solitär konzipiert, in dem verschiedene universitäre Nutzungen miteinander verzahnt werden. Auf rund 7.500 qm Nutzfläche entstehen vier große Hörsäle, in denen zukünftig insgesamt 1.450 Plätze zur Verfügung stehen werden. Durch mobile Trennwände können bei Bedarf jeweils zwei Hörsäle zusammenlegt werden, wodurch mit 900 Plätzen der größte Hörsaal der Universität entsteht.
Der Hörsaalbereich wird durch zwei Multifunktionsräume und 20 Lern- und Seminarräume unterschiedlicher Größe ergänzt. In allen Räumen des Hörsaalbereichs werden die technischen Voraussetzungen geschaffen, um sowohl traditionelle Lehr- und Lernformen als auch das an der TU Darmstadt bereits erfolgreich erprobte eTeaching und eLearning anwenden zu können. Die Bibliothek führt alle bisher dezentral zugänglichen Medienbestände der Fachbibliotheken des Campus Lichtwiese zusammen. Der Grundriss sieht vor, die Arbeits- und Leseplätze auf drei Ebenen kranzartig um den Buchbestand in Form eines kompakten zentralen Bücherblocks herum anzuordnen.
Der architektonische Reiz des neuen Zentrums liegt in den spannungsreichen Blickbeziehungen innerhalb des Gebäudes und aus dem Gebäude heraus zum Campus sowie in der Verzahnung der beiden Funktionsbereiche: Durch ein ausgefeiltes System voneinander unabhängiger Foyertreppen sind die Bibliothek und die Hör- und Seminarsäle zwar räumlich eng miteinander verknüpft, die Bereiche können aber dennoch eigenständig betrieben und erschlossen werden.
Alle Hörsäle erhalten Tageslicht, auf sämtlichen Geschossen sind Durchblicke in benachbarte Nutzungsbereiche möglich. Gleichzeitig ermöglicht der klare rechteckige Grundriss eine gute Orientierung, unterstützt konzentriertes Arbeiten und einen Betrieb ohne Störung in den leisen Bereichen des Medienzentrums. |
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