Die Erfolgsmessung von Microlearning
Dublin, Januar 2026 - Es gibt viele Microlearning-Beispiele: von kurzen Videos, Texten und Podcasts bis hin zu Quizfragen, Infografiken und anderen multimedialen Elementen. Die Lerninhalte sind leicht zugänglich, ansprechend und effizient und sie integrieren die Wissensvermittlung gekonnt in den Berufsalltag der Mitarbeiter:innen. Doch wie misst man ihre Wirksamkeit?
Die Bewertung der Effektivität von Microlearning kann durch verschiedene Key Performance Indicators (KPIs) erfolgen. Die wichtigsten sind:
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Engagement: Wie viele Mitarbeiter:innen nehmen an Microlearning-Aktivitäten teil, wie lange dauert die Interaktion pro Sitzung und wie oft aktualisieren die Nutzer:innen die Inhalte?
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Anwendbarkeit: Nutzen die Mitarbeiter:innen erworbene Fähigkeiten und Kenntnisse in der täglichen Arbeit, wie setzen sie das Gelernte im Arbeitsalltag um und wie beurteilen Vorgesetzte und Kolleg:innen die praktische Übernahme der Lerninhalte?
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Zeitersparnis: Wie unterscheiden sich Microlearning und traditionelle Schulungsmethoden hinsichtlich vergleichbarer Lerninhalte in Bezug auf die Schulungsdauer und den Zeitaufwand für die Schulung?
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Lernerfolg: Wie hat sich die Leistung nach der Microlearning-Teilnahme verändert und wie signifikant sind etwaige Verbesserungen spezifischer Fähigkeiten?
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Zufriedenheit: Wie beurteilen Lernende die Qualität, Relevanz und Benutzerfreundlichkeit von Microlearning-Nuggets und wie zufrieden sind sie allgemein mit dem neuen Ansatz?
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Nutzungstrends: Welche angebotenen Lernmaterialien liegen im Trend und sind besonders beliebt und bewährt?
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Fehlerraten: Gibt es Schwachstellen im implementierten Microlearning und welche inhaltlichen Missverständnisse und anderen Hürden können eine effektive Umsetzung des Gelernten konkret erschweren?
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Return on Investment (ROI): Wie ist der finanzielle Nutzen, wie verhalten sich die Kosten, um Microlearning-Inhalte zu erstellen und anzubieten, zu den gemessenen Erfolgen hinsichtlich Produktivität, Kosten für herkömmliche Schulungen und dergleichen?
Dabei ist es unerlässlich regelmäßig Daten zu sammeln und zu analysieren, um bestmöglich beurteilen zu können, wie wirksam Microlearning ist und ob Anpassungen nötig sind.
Die wichtigsten Microlearning-Tools zur Erfolgsmessung
Für bestmögliche Ergebnisse sollten Monitoringprozesse eingeführt werden. Mit Umfragen, Fragebögen, Interviews und Fokusgruppen lassen sich qualitative Daten sehr gut erfassen.
In den Tools und Plattformen an sich können Microlearning-Maßnahmen verfolgt, gemessen und ausgewertet werden, um die Lerninhalte ansprechender, personalisierter, relevanter zu gestalten und die Motivation der Teilnehmer:innen sowie die generelle Effektivität zu steigern:
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Learning Management Systems (LMS): Hier gibt es meist diverse Funktionen, um Lernaktivitäten und Lernergebnisse zu überwachen.
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Experience API (xAPI): Der offene Standard ermöglicht es, Lernaktivitäten über verschiedene Plattformen und Anwendungen hinweg zu verfolgen, indem er detaillierte Daten zum Lernen und zur Interaktion der Lernenden bereitstellt.
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Learning Experience Platforms (LXP): Viele Plattformen punkten mit erweiterten Analysefunktionen und umfangreicher Berichterstellung, um die Wirksamkeit von Microlearning zu messen.
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Learning Analytics: EIne Reihe von Anbietern offerieren Tools, mit denen sich Microlearning-Ergebnisse analysieren lassen.
Tools wie SurveyMonkey, Google Forms und Qualtrics holen das Feedback ein und ermitteln die Wahrnehmung von Microlearnings.
Analysetools wie Google Analytics und Adobe Analytics bieten sich an, um das Nutzungsverhalten auf Lernplattformen und Websites auszuwerten und dadurch Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Microlearning-Inhalten zu gewinnen.


