Drei Tage, 30 parallele Themen-Streams, mehr als 40 Vorträge und Talks und renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie: Der LEARNTEC Kongress vom 5. bis zum 7. Mai 2026 kratzt nicht nur an der Oberfläche. Er geht den aktuellen Herausforderungen in der digitalen Bildung auf den Grund.
Auf die Zielgruppe kommt es an...
"Am Anfang stehen die Lernenden und der Bildungsbedarf", lautet die zentrale Aussage von Professor Ulrich Glowalla, Leiter der Forschungsgruppe Instruktion und Interaktive Medien an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Er stellte verschiedene Ergebnisse aus Instructional Design und Usability-Forschungen vor. So sei die Behaltensleistung bei Animationen wesentlich höher, wenn Erläuterungen nicht als Text, sondern als Audio angeboten werden.
Aus der Perspektive des eLearning-Produzenten unterstrich auch Sünne Eichler: Bevor ein Konzept für ein Online-Training erstellt werden könne, müsse der Weiterbildungsbedarf, das Ziel der Maßnahme und die Rahmenbedingungen wie Lernumfeld und technische Voraussetzungen genau definiert sein - sonst -ž…schießt das Training am Lerner vorbei-œ, so Eichler. Abgesehen von der Einhaltung gängiger Usability-Standards gebe es kein 'Schema F'. Dennoch nannte Eichler sieben elementare Punkte:
Der grobe Rahmen:
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"Vor drei Jahren lautete das Credo: Alle müssen e-lernen! Heute bieten wir parallel verschiedene Lernwege und einen großen Medienmix, um allen Lernstilen und -präferenzen gerecht zu werden. Präsenztrainings, WBTs, eLectures, Checklisten, PDFs, BusinessTV... Das ist teuer, aber es rentiert sich."