Drei Tage, 30 parallele Themen-Streams, mehr als 40 Vorträge und Talks und renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie: Der LEARNTEC Kongress vom 5. bis zum 7. Mai 2026 kratzt nicht nur an der Oberfläche. Er geht den aktuellen Herausforderungen in der digitalen Bildung auf den Grund.
Learning Revolution 2.0: Corporate Learning im Wandel
"Ich hatte das Vergnügen, an der Learning Revolution teilzunehmen. Es war inspirierend, viele ehemalige Projektkolleg:innen und Kund:innen wiederzusehen und neue Kontakte zu knüpfen. Eine gute Auswahl an Vorträgen und Workshops zu den Themen innovative Schulungskonzepte, Digitalisierungsinitiativen, KI in der Personalarbeit und Lernplattformen bildeten die Basis für einen spannenden Austausch.", erklärte Stefano D'Aquino, Process Manager Digital Learning Lufthansa Aviation Training Switzerland AG nach der Veranstaltung.
Den Reigen der Inhalte der ersten "Learning Revolution 2.0" in der Schweiz eröffnete Barbara Gagro als Projektleiterin bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ). Ihr Vortrag zeigte den Weg von isolierten Lernmassnahmen hin zu einer integrierten, lernpsychologisch fundierten Ausbildungslandschaft auf. Der Schwerpunkt lag auf digitalen Tools, die mit der Didaktik so verknüpft wurden, dass konkrete Handlungskompetenz entstand.
Robin Brandl, Manager Digitales Lernen im Unispital Basel (USB), beschrieb den Weg zur Transformation der Inhalte und wie die "Orange" dem Pflegepersonal dabei hilft, in den über 60 evidenzbasierten Pflegerichtlinien wichtige Informationen schnell zu finden.
Wie gelingt es, Lernkultur in Unternehmen nachhaltig zu verankern? Der Praxisbericht von Reto Cattaneo als Leiter der HR-Entwicklung bei TKB zeigte, wie gemeinsames Lernen, Führung und Kulturentwicklung wirkungsvoll und nachhaltig zusammenspielen. Dabei werden konkrete Erfahrungen, Erfolgsfaktoren und Learnings aus der Praxis geteilt.
Die aktuelle Debatte um das Budget der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), die wenige Tage nach der Veranstaltung durch einen Volksentscheid geregelt wurde, verlieh dem Beitrag von Thomas Stalder besondere Brisanz. Er erläuterte wie Personalentwicklung und Ausbildung die Transformation trotz knapper Mittel unterstützen: von regional autonomen Ausbildungsprogrammen hin zu einer gemeinsamen, digitalen Lernarchitektur für alle Regionen. Im Fokus standen dabei interne Mobilität und schnell wirksame Upskilling-Pfade, die die Zusammenarbeit in gemischten Teams über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg sowie die Führung und psychologische Sicherheit in unsicheren Zeiten fördern.
Als "besonders bereichernd" wurde teilnehmerseits das anschließende "Speed Discussing" aller Teilnehmer:innen zu aktuellen Fragestellungen im Weiterbildungsbereich bewertet. Der Netzwerk-Apéro rundete das Format ab.