Ein Ticket, zwei Fachmessen, doppelt profitieren: Vom 5. Bis zum 7. Mai 2026 dreht sich in der Messe Karlsruhe wieder alles um digitale Bildung: die LEARNTEC öffnet ihre Tore. Seit inzwischen drei Jahren begleitet die New Work Evolution (NWE) die Fachmesse mit Kongress.
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Vom Content-Kauf zur Co-Creation
Gleichzeitig nimmt die Bedeutung von Tools zu, die genau diese Eigenständigkeit unterstützen. So entsteht ein vielschichtiges Bild mit unterschiedlichen Reifegraden und Anforderungen – und einem wachsenden Bedarf an Orientierung.
KI als Beschleuniger – aber nicht als Ersatz
Künstliche Intelligenz prägt die aktuellen Innovationen auf der Learntec maßgeblich. Tools zur automatisierten Content-Erstellung, intelligente Assistenzsysteme und personalisierte Lernpfade sind inzwischen fester Bestandteil vieler Lösungen. Dabei verändert sich vor allem die Geschwindigkeit: Inhalte lassen sich schneller erstellen, aktualisieren und skalieren. Gleichzeitig wird deutlich, dass Technologie allein keine Qualität garantiert. Didaktische Konzeption, Zielgruppenverständnis und strategische Einbettung bleiben entscheidend. Die Rolle von KI verschiebt sich damit klar: vom Ersatz menschlicher Expertise hin zu einem Werkzeug, das Entwicklungsprozesse unterstützt und beschleunigt.
Ein Markt mit großen Unterschieden
Der eLearning-Markt ist heute stärker denn je fragmentiert. Auf der einen Seite stehen Organisationen, die digitale Lernangebote erst aufbauen. Es fehlen grundlegende Strukturen, Prozesse und häufig auch klare Zielbilder. Themen wie Plattformauswahl, Content-Strategie und interne Zuständigkeiten stehen hier im Vordergrund. Auf der anderen Seite gibt es Unternehmen, die bereits sehr weit sind: Sie verfügen über eigene Autorentools, eingespielte Prozesse und interne Teams, die qualitativ hochwertige Lernangebote selbst entwickeln – inklusive didaktischer Konzeption und technischer Umsetzung. Zwischen diesen beiden Polen entsteht eine deutliche Lücke. Standardisierte Lösungen greifen hier immer seltener, da die Anforderungen stark variieren.
Vom Anbieter zum Enabler: Zuhören wird zur Schlüsselkompetenz
In diesem Spannungsfeld verändert sich auch die Rolle externer Partner. Gefragt ist nicht mehr nur die reine Content-Produktion, sondern immer mehr auch die Fähigkeit, einzuordnen und zu begleiten: Wo steht die Organisation? Welche Ziele verfolgt sie? Und welche Kompetenzen sind bereits vorhanden?
Der Mehrwert entsteht dabei nicht immer durch möglichst viel Content, sondern durch passgenaue Lösungen. Co-Creation, Enablement und strategische Beratung werden zum verbindenden Element zwischen diesen unterschiedlichen Realitäten.
Plattformen als strategische Grundlage
Parallel dazu entwickeln sich Lernplattformen weiter – hin zu zentralen Lernökosystemen, die Inhalte, Daten und Prozesse miteinander verbinden. Sie bilden die Basis, um unterschiedliche Reifegrade innerhalb einer Organisation abzubilden und weiterzuentwickeln:
- Einstiegsszenarien für erste digitale Lernangebote
- Skalierung bestehender Lernstrategien
- Integration selbst erstellter Inhalte
- Steuerung über Daten und Lernanalysen
Plattformen werden damit zu einem verbindenden Element zwischen unterschiedlichen Entwicklungsstufen.
Fazit: Relevanz als Treiber zukünftiger Lerninnovation
Die aktuellen Entwicklungen im eLearning zeigen vor allem eines: Wir bewegen uns zwischen zwei Welten. Unternehmen, die Inhalte selbst entwickeln und Kompetenzen aufbauen – und solche, die noch am Anfang stehen und Orientierung suchen. Genau dazwischen entsteht der spannendste Teil des Marktes. Ein Raum, in dem es nicht mehr um "Make or Buy" geht, sondern um das Zusammenspiel beider Seiten.
Für Anbieter heißt das: neben Produktion verlagert sich der Trend zu mehr Einordnung, Co-Creation und Enablement. Gleichzeitig wird deutlich, dass dies nicht nur eine Rollenfrage für Dienstleister ist, sondern eine strategische Weichenstellung insgesamt: Welche Kompetenzen werden intern aufgebaut – und wo ergänzt externe Expertise sinnvoll?
Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt damit weniger in der Frage, wer Inhalte erstellt, sondern wie gut es gelingt, interne und externe Stärken miteinander zu verbinden. Mit Blick auf die Learntec 2026 wird genau dieses Zusammenspiel weiter in den Fokus rücken.
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