Salzburg, April 2026 - EdTech Austria ist Österreichs Netzwerk-Initiative für Anbieter:innen von digitalen Bildungstechnologien – vom StartUp bis zum langjährigen Unternehmen. Um lebenslanges Lernen mit Educational Technologies möglich zu machen, unterstützt und vernetzt EdTech Austria EdTechs, Bildungsinstitutionen, Forschung, Wirtschaft und Politik durch Matchmaking-, Community- und Wissensvermittlungsaktivitäten. Auf der LEARNTEC ist EdTech Austria in Halle 2 an Stand K10 zu finden.
Zum Beispiel Physio-Lektionen an realitätsgetreuen Avataren üben oder in Museen mit VR-Technologie die Auswirkungen des Klimawandels erleben – interaktive Lerninhalte können schon wirklich einiges. Allerdings schaffen es viele Ideen gar nicht erst aus der Theorie in die Praxis. Das Projekt mit dem langen Namen "Content Creation with Generative Artificial Intelligence for Interactive Educational Technologies", kurz GenAIedTech, setzt genau hier an. Und bringt neuen Schwung in die EdTech-Landschaft.
Was die Physio-Ausbildung und das Museum gemeinsam haben? Sie sind zwei der vielen Erfahrungswerte des Departments of Creative Technologies der FH Salzburg. Dort werden seit längerer Zeit Technologien erforscht, die den Menschen ins Zentrum rücken. Dabei zeigte sich jedoch immer wieder, dass "die Erstellung von Content ein absoluter Flaschenhals bei Bildungstechnologien ist", so Projektleiter Markus Tatzgern, der auch den Fachbereich für Game & Mixed Reality leitet.
Das heißt: Auch die beste Idee kann an der Ausführung scheitern, wenn niemand den Inhalt entwickeln, einpflegen und didaktische Lernpfade bauen kann. Denn die meisten Inhalte sind handgemacht: "Beim Museumsprojekt baute die Uni die Pflanzen selbst nach, beim Physio-Projekt haben Expert:innen die Bewegungen manuell aufgezeichnet."
Die Erstellung von Lernmaterialien erhöht also für viele Unternehmen – insbesondere KMU – die Kosten und schränkt die Skalierbarkeit ein. Außerdem fehlen oft technische Vorkenntnisse im Team. Für Tatzgern zeigt sich demnach, dass es schlichtweg „einen neuartigen Co-Creation-Prozess zwischen Menschen und KI braucht“. Dieser soll durch das aktuelle Projekt, das noch bis 2029 läuft, erforscht und bestenfalls generiert werden.
Hier kommt auch die Expertise des zweiten Projektleiters Clemens Havas im Bereich generative KI und Datengenerierung ins Spiel: Er optimiert generative Modelle wie zum Beispiel große Sprachmodelle so, dass sie verlässliche Informationen liefern und keine Halluzinationen – also Falschinformationen – produzieren.