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Storytelling mit Forelle im Workshop-Labor
Nun mag man anmerken, dass die flinke Forelle oder der lange Wegstrecken gewöhnte Lachs nicht unbedingt für ihr Artikulationstalent bekannt sind. Was also prädestiniert die lachsartigen Fische dazu, als Musterobjekt für ökologisches Erzählen zu dienen? "Diese Tiere verbinden seit Jahrtausenden weltweit Ozeane, Flüsse und Wälder. In Zeiten ökologischer Krisen und zunehmender Entfremdung vom Natürlichen können sie, so unsere These, zu Trägern von Erzählungen werden, die neue Perspektiven auf unser Verhältnis zur Umwelt eröffnen", erläutert Prof. Dr. Torsten Schäfer, der am Mediencampus der h_da zu Klimajournalismus lehrt.
Kürzlich ist sein Buch "Die Wildnis in uns. Von ungezähmter Natur und inneren Landschaften" erschienen (Oekom Verlag, 2026), in dem die bisherigen Forschungen als Reportagen zusammengefasst sind.
Das Reallabor richtet sich an alle, die am ökologischen Erzählen und der Frage von Mensch-Natur-Beziehungen interessiert sind und einen Einblick in die künstlerische Forschung zum Thema erhalten möchten. Zusammen mit Studierenden aus dem Studiengang Onlinejournalismus tauschen sie sich darüber aus, wie neue Formen ökologischen Erzählens dazu beitragen könnten, über drängende Themen wie den Klimawandel, das Artensterben und die ökologische Transformation zu sprechen und zu informieren. Dabei entstehen verschiedenste Erzählformate in Text und Film, als Literatur und Kunst mit Fokus Lachs, Forelle und Co. Die Ergebnisse werden im Rahmen des Forschungsprojekts "Talking Salmon" verwertet, aufbereitet und veröffentlicht.
Das Reallabor für ökologisches Erzählen findet jeweils mittwochs von 16.30 Uhr bis 18.45 Uhr im neuen Green Office der h_da (Hochhaus, EG, Schöfferstraße 3) statt. Es läuft bis einschließlich 08.07. immer mittwochs zur selben Uhrzeit. Eine Fortsetzung im nächste Semester ist geplant. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung aber erforderlich.