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Leitfaden

Vom Training in die Praxis: Lerngespräche führen

Saarbrücken, November 2026 - "Wie war das Training?" ist eine naheliegende Einstiegsfrage. Doch selbst die begeistertste Antwort lässt Folgendes offen: Wo werden Mitarbeitende das Gelernte anwenden – und welche Unterstützung brauchen sie dafür? Ein gutes Lerngespräch endet mit einem vereinbarten nächsten Schritt. Deshalb gibt ein Leitfaden von Scheer IMC L&D- und HR-Teams eine Struktur an die Hand, die sie mit ihren Führungskräften teilen können. Er deckt drei Zeitpunkte ab: vor dem Lernen selbst, nach der ersten Gelegenheit zur Anwendung und bei der Nachbereitung.

Der Leitfaden stützt sich auf eine Studie aus dem International Journal of Training and Development von 2011. Sie nennt Unterstützung am Arbeitsplatz, Gelegenheiten zur Anwendung und eine gezielte Nachbereitung als Faktoren, die mit dem Lerntransfer zusammenhängen. 

Der britische HR-Fachverband CIPD empfiehlt, Führungskräften einfache Tools an die Hand zu geben, die in bestehende Teamroutinen passen. So begleiten Führungskräfte das Lernen in Gesprächen, die sie ohnehin führen.

Wichtig für L&D-Teams: Bevor sie den Leitfaden weitergeben, sollten sie klären, wo das Gelernte angewendet werden soll, wo geübt werden kann und welche Ressourcen oder Ansprechpersonen es gibt. Führungskräfte sollten den Zweck des Programms nicht selbst rekonstruieren müssen.

Hilfreich ist, die Zeitpunkte für den Rückblick so festzulegen, dass sie zu echten Übungsgelegenheiten passen. Wo Fehler Schaden anrichten könnten, sollte man zuerst eine Übung im geschützten Rahmen planen. Erst danach sollten Mitarbeitende den neuen Ansatz im Arbeitsalltag ausprobieren.