Lernen, wo man sich wohl fühlt | CHECK.point eLearning
Wirtschaftsschule

Lernen, wo man sich wohl fühlt

Mainz, März 2018 - Um den Lehrkräften das Einbinden von digitalisierten Lerninhalten in den Unterricht zu erleichtern, setzt die Steinhöfelschule auf das speziell für Schulen entwickelte Microsoft OneNote-Kursnotizbuch im Gespann mit Touch-fähigen Notebooks der Microsoft-Surface-Reihe.

Die Steinhöfelschule ist eine private Wirtschaftsschule in Mainz und Heidesheim. Insgesamt 16 Lehrer begleiten die gut 300 Schüler an den beiden Standorten zur mittleren Reife, dem Fachabitur oder der allgemeinen Hochschulreife. Die Schule ist Mitglied im Verband deutscher Privatschulen und hat sich die individuelle Betreuung der Einzelnen auf die Fahnen geschrieben. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region ist die Praxistauglichkeit der Ausbildung ebenso sichergestellt wie die Tatsache, dass die ansässigen Unternehmen sich auf die Kompetenz der Absolventen 
verlassen können.
Der Einsatz von Digitaltechnik im Unterricht ist für die Steinhöfelschule eine Selbstverständlichkeit – und zwar seit gut einem Jahrzehnt: Je nach Fach finden bis zu 70 Prozent des Unterrichts heute papierlos statt, das Lehrkonzept ist digitalisiert. Abhängig vom Fach schreiben die Schüler auch ihre Klassenarbeiten digital, die Lehrkräfte korrigieren ebenfalls nicht mehr ausschließlich auf Papier. "Digitalisierung ist für uns aber kein Selbstzweck. In unser Medienkonzept passt nur, was Transparenz erhöht, Lernfortschritte sichtbar macht oder Verwaltungsabläufe vereinfacht", sagt Tina Veigel, 
Schulleiterin der Steinhöfelschule. Anstatt den Umgang mit Anwendungen wie Powerpoint in eigene Unterrichtseinheiten auszulagern, integrieren die Lehrer Soft- und Hardware in den normalen Unterricht.
Auf dem Weg zur Fachhochschulreife arbeiten die Schüler seit mehr als vier Jahren durchweg mit den Microsoft-Office-Anwendungen. Die Schulleitung
ist überzeugt, dass kein Absolvent später im Studium beziehungsweise Berufsleben ohne Notebook, Microsoft Excel, Powerpoint oder Cloud-Anwendungen auskommt. Daher setzt das Lehrkonzept intensiv auf diese Werkzeuge. Die Schüler können ihre Notebooks – die Schule setzt seit einigen Jahren auf die Surface-Modelle von Microsoft – auch mit nach Hause nehmen. So sind sie Lernwerkzeug und Vorbereiter auf den Berufsalltag zugleich. Genau wie die Schüler dank allgegenwärtigem Smartphone überall Zugriff auf ihre Lieblingssongs oder -videos haben, können sie dank der Surface-Geräte auch ortsunabhängig lernen.

Die Lehrer erstellen die meisten Unterrichtsmaterialien digital, seit kurzem auch mit Unterstützung für Touch-Bildschirme. "Insbesondere der Einsatz von Videos bringt viel im Unterricht, beispielsweise zum Spracherwerb", sagt Marion Eberbach -Sahillioglu, Lehrerin an der Steinhöfelschule. Anstatt eine zweite Lehrkraft für die jeweils andere Sprache im Unterrichtsraum zu haben, sprechen die Lehrer ihre Lehrvideos einfach zweimal ein – einmal auf Deutsch, einmal auf Englisch. Die Schüler können dann frei wählen, welche Sprachversion sie anschauen wollen. Im Fach Projektmanagement beispielsweise wurden die Inhalte einzelner Kapitel in Videos verwandelt, so dass Inhalte nicht mehr nur auf Papier vermittelt werden.

Unabhängig von den Microsoft-Produkten setzt die Schule seit einigen Jahren parallel auf eine digitale Lernplattform, in der Lehrmaterialien, Praktikumsberichte, Bewerbungsunterlagen, Klassenarbeiten oder Zensuren gespeichert sind. Für die Lehrer ist die Plattform jedoch 
vergleichsweise umständlich zu bedienen: Sie müssen jede Datei – beispielsweise eine Klausur oder ein Arbeitsblatt – für jeden einzelnen Schüler bereitstellen. Im Fall von Klassenarbeiten müssen sie diese einzeln herunterladen, korrigieren und wieder hochladen. Bei bis zu 24 Schülern pro Klasse und diversen Dokumenten verlangt der Umfang mit der Plattform nach viel Zeit.

Gelöst haben die Verantwortlichen der Schule dieses Problem durch den Einsatz des OneNote-Kursnotizbuches, einer kostenfreien Erweiterung
für Microsoft OneNote speziell für Schulen. Jeder Lehrer legt pro Klasse lediglich ein Notizbuch an, das zentral alle Dokumente vorhält: Fotos, Audio-
Clips, Videos, Arbeitsblätter und so weiter. Die Software kümmert sich um das Bereitstellen der Inhalte an die einzelnen Schüler, der Up- und Download
pro Kopf entfällt. Jeder Schüler sieht nur die für sie oder ihn bestimmten Dokumente, der Lehrer wiederum sieht nach Klick alle Inhalte.
Zudem bearbeiten die Schüler die Dokumente mit Tastatur, Maus oder Touchscreen direkt in OneNote, so dass auch hier das aufwändige Datei-
Handling wegfällt. Selbst Schüler, die im Rahmen ihrer bisherigen Ausbildung – beispielsweise an einzelnen Hauptschulen – wenig Erfahrung im Umgang mit digitalen Lernumgebungen sammeln konnten, finden sich laut Tina Veigel schneller im OneNote-Kursnotizbuch zurecht als dies bei der Lernplattform der Fall war.
Insbesondere die Touch-Bedienung der Microsoft-Anwendung sticht hier positiv heraus. Hierzu gehört nicht nur das Tippen und Wischen auf dem Bildschirm, sondern auch die Handschrifteingabe: "Der alte Spruch 'Wer schreibt, der bleibt' gilt nach wie vor", sagt Tina Veigel. "Verarbeiten Schüler Informationen auch handschriftlich, bleiben sie besser im Gedächtnis", so Veigel weiter. Daher regen die Lehrer der Steinhöfelschule die Schüler dazu an, mit dem Stift der Surface-Geräte auch Skizzen anzufertigen und nicht einfach nur zu tippen. Nach kurzer Eingewöhnung nähmen immer mehr Schüler 
den Stift zur Hand und kurz darauf sei er für die Schüler den Lehrern zufolge gar nicht mehr wegzudenken.

"Ein weiterer Vorteil der OneNote-Ergänzung ist, dass die Lehrer die Ordnungsstruktur vorgeben", so Marion Eberbach-Sahillioglu. Das sei wichtig, da die Jugendlichen das Sortieren verlernt haben: "Die Schüler laden einfach alles ungeordnet in die Cloud hoch und verwenden anschließend die Suchfunktion. Das schlägt aber regelmäßig fehl, da die Suchbegriffe nicht präzise genug sind", so Eberbach-Sahillioglu weiter. Durch die im OneNote-Kursnotizbuch vorgegebene Struktur liegen die jeweiligen Dokumente wie Praktikumsberichte, Videos oder Arbeitsblätter an festen Ordnern.
Die Schüler lernen so die Nützlichkeit von Strukturen kennen und schätzen. Lehrer und Schüler können innerhalb von OneNote-Kursnotizbuch direkt miteinander kommunizieren: Schüler stellen beispielsweise Fragen und bekommen direkt Antworten der Lehrer. Das macht das Lernen flüssiger und stärkt die Bindung zwischen Lehrern und Schülern.

"Das OneNote-Kursnotizbuch bedeutet für die meisten von uns Lehrern eine Zeitersparnis von gut zwei Stunden pro Woche und Klasse", freut sich Schulleiterin Tina Veigel. Und selbst in Fächern, in denen sich keine Zeitersparnis einstellt, gibt es spürbare Vorteile: Die Qualität der Zusammenarbeit steigt und zumeist auch der Lernerfolg durch die Transparenz und die individuellen Rückmeldungen, die die Software bietet. Die Kombination aus Office 365 und Surface-Notebooks brachte die Lehrmaterialien der Steinhöfelschule dorthin, wo die Lebenswelt der Schüler schon ist: ins Digitale.
"Lerninhalte sind genauso Bestandteil der Mediennutzung unserer Schüler wie Filme, Games oder Musik", sagt Marion Eberbach-Sahillioglu. Schulleiterin Tina Veigel ist überzeugt, dass das digitale Lernkonzept auf Basis von Office 365 und den Surface-Geräten aufgeht. "Wir hören immer wieder von Ehemaligen, wie viel sie mitgenommen haben bei uns. Handschrifteingabe auf Touchscreens, Umgang mit der Cloud, intensive Arbeit mit Office-Anwendungen – all das hilft den Absolventen später in der Praxis", so Veigel.