So geht Digitale Bildung und Schulentwicklung!
Bremen, September 2015 - Eine gute Infrastruktur, eine sichere digitale Lernumgebung und ein sinnvoller Einsatz digitaler Technik und Medien im Unterricht wünscht sich der Deutsche Bundestag. Das Bundesland Bremen hat sich schon längst auf diesen Weg gemacht und lädt Schulverantwortliche, Lehrkräfte und Bildungsakteure am 5. und 6. November zum Erfahrungsaustausch in die Hansestadt.
Im Sommer beschloss der Deutsche Bundestag einen Koalitionsantrag zur Digitalen Bildung. Darin forderte er die Regierung auf, endlich Maßnahmen zu ergreifen, damit die Schulen in Deutschland den Anschluss an das digitale Zeitalter nicht verpassen. Die Abgeordneten fordern unter anderem die Bereitstellung einer guten Infrastruktur, die Schaffung einer sicheren digitalen Lernumgebung und den sinnvollen Einsatz digitaler Technik und Medien im Unterricht.
Schulträger übernehmen Verantwortung
Bremen und Bremerhaven haben sich bereits vor Jahren auf diesen Weg gemacht, evaluiert und Konzepte entwickelt. Das Ergebnis: Seit 2014 führt das kleinste Bundesland flächendeckend an allen Bildungseinrichtungen in Bremen und Bremerhaven die Lernplattform itslearning ein. Im intensiven Austausch zwischen Eltern-, Schul- und Lehrerräten sowie dem Landesdatenschutzbeauftragten entstand eine beispielhafte Dienstvereinbarung, die die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Online-Lernumgebung schafft und die sensiblen Daten bestmöglich schützt.
Auch bei der Einführung und Nutzung der Lernplattform begleitet das Land Bremen seine Schulen, bildet Lehrer aus und fort und fördert den Austausch untereinander. "Wir wollen den Schulen helfen, ihren jeweils eigenen Weg zur Nutzung der gemeinsamen Plattform zu finden und umzusetzen", sagt Projektleiter Michael Plehnert vom Bremer Landesinstitut für Schule (LIS). Mit Hilfe der Lernplattform können Schülerinnen und Schüler optimal in ihrem individuellen Lernprozess gefördert und zu mehr Eigenverantwortung und Selbstreflexion ermutigt werden – Grundkompetenzen im digitalen Zeitalter.
Digitale Bildung in der Praxis
Am 5. und 6. November laden das Bremer Landesinstitut für Schule und itslearning zum bundesweiten Nutzertreffen nach Bremen ein. Die Projektverantwortlichen und Lehrer erläutern den Stand der Dinge in der Hansestadt. Eine Podiumsdiskussion zu den rechtlichen Rahmenbedingungen bespricht den Bremer Lösungsweg. Vorträge gibt es zudem von internationalen Experten wie Monika Solvig aus Bergen, Norwegen. Sie ist Sonderbeauftragte der zweitgrößten norwegischen Stadt, die die Lernplattform seit zehn Jahren erfolgreich einsetzt.
Weniger weit anreisen muss Michael Vallendor von der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung, die die Lernplattform seit Beginn des Jahres an sechs Schulen einsetzt, um die Nutzung schülereigener Geräte im Unterricht zu testen: Bring your own device (BYOD), lautet das Motto und der Fachbegriff. Neben Fachbeiträgen stehen Foren zur Unterrichtspraxis, Schulentwicklung und Lehrerbildung auf dem Programm. Zeit und Raum gibt es für das praktische Erkunden der Plattform, für den informellen Austausch und zur Inspiration.
2024 neigt sich dem Ende zu und damit starten die Vorbereitungen für das nächste Jahr. Welche Trends werden in 2025 die L&D Branche prägen? Was sind die größten Herausforderungen für Personalentwickler:innen und wie können sie ihnen begegnen? Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit!